Junge Musiker feiern ein Blasmusikfest

Jugend begeistert mit Musik und Show - Jugendkapelle Sigmaringen gewinnt beim oberschwäbischen Jugend-Blasmusikfestival

Ein musikalisches Feuerwerk mit vielen Showeffekten haben vier Jugendorchester aus den Kreisverbänden Biberach, Ravensburg und Sigmaringen beim oberschwäbischen Jugend-Blasmusikfestival in Schemmerhofen geboten. Etwa 500 Besucher und Fanclubs machten lautstark Stimmung in der Mühlbachhalle. Als Sieger wurde von der Jury und den Besuchern die Jugendkapelle Fortissigmo aus Sigmaringen ermittelt.

Die Jugendkapelle Bad Schussenried vertrat den Kreis Biberach und eröffnete den unterhaltsamen Abend mit Udo Lindenbergs Titel „Hinterm Horizont“. Klangvoll und exakt sowie dynamisch und diszipliniert musizierten die Jugendlichen um Dirigent Thomas Schultheis. Titzae Habtu sang dabei im Outfit von Udo Lindenberg einen schönen Solopart. Bei „Eighties Flashback“ rockten die Musiker mit „Thriller“, „Time After“ und „Eye of The Tiger“ sowie weiteren Titeln die Bühne. Dabei betraten auch Geister, Boxer und Tiger die Bühne. Mit dem Schlussakkord gab es einen lauten Knall und es regnete goldenes Konfetti auf die Bühne.

Der Titelverteidiger Bad Waldsee trat unter Leitung von Alexander Dreher für den Kreisverband Ravensburg an. Beim Stück „Jump and Joy“ (Freudensprünge) spielte das Jugendblasorchester fröhliche Rockmelodien, die Energie und Freude ausstrahlten. Bei der bekannten Filmmusik „Der dritte Mann“ formierte sich die Kapelle um und spielte tanzend mit raffinierten Schrittfolgen auf der Bühne. Der wiegende Samba-Rhythmus animierte manchen Besucher zum Klatschen und Wippen.

Bunt und schrill gekleidet trat die Jugendkapelle Fortissigmo aus Sigmaringen an. Schon zehn Jahre leitet Susanne Feßler die Kapelle. Als gut geschultes und klingendes Orchester zeigten sich die Musiker bei „Jump and Joy“. Die Dirigentin hüpfte dabei im Takt auf dem Trampolin. Riesige Elfantenohren hatten sich die Musiker beim Medley „The Jungle Book“ aufgeschnallt. Der Auftritt von Mogli, dargestellt vom Sohn der Dirigentin, und seinem Freund Bär Baloo kam gut an. Wunderbar gespielt endete das Stück mit „I Wanna Be Like You“.

Heiße Rhythmen hatte die Jugendkapelle Haitai von den Musikvereinen Haslach, Aichstetten, Treherz und Aitrach im Gepäck. Schwungvoll setzte Dirigent Oliver Herz sämtliche Register bei dem Medley „Bon Jovi Rock Mix“ bei „Runnaway“, „It’s My Life“, „Livin’ on a Prayer und „You Give Love a Bad Name“ in Szene. Ebenso heiß waren die Rhythmen bei der „80er Kult(tour)“ mit „Skandal im Sperrbezirk“, „Rock me Amadeus“ und weiteren Hits. Das junge Publikum flippte ob dieser Dynamik auf der Bühne fast aus. Ein Melodica- und ein Saxofonsolo machten den Vollgasauftritt von Haitai perfekt.

„Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht“, so zitierte die stellvertretende Schemmerhofer Bürgermeisterin, Brigitte Bertsch, Martin Luther bei ihrem Grußwort. Es sei faszinierend, wie viel junge Musiker sich für die Blasmusik begeisterten.

Bei der Siegerermittlung hatte das Ergebnis der Jury 75 Prozent Gewicht. Die Besucherstimmen 25 Prozent. Kreisvorsitzender Michael Ziesel konnte nach der Auswertung die Jugendkapelle Fortissigmo Sigmaringen als Sieger küren und ein Preisgeld von 900 Euro übergeben. Den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 800 Euro erreichte die Jugendkapelle Bad Schussenried. Den dritten Platz mit je 700 Euro Preisgeld teilten sich Bad Waldsee und Haitai. Michael Ziesel sagte zu den jungen Musikern: „Es ist eine Freude, wie wunderbar und sensationell ihr uns heute Abend unterhalten habt.“ Mit einem riesigen Schlussapplaus wurden den vier Kapellen nochmals Anerkennung gezollt. Organisiert wurde der Abend von der Bläserjugend Biberach. Für die Bewirtung sorgten Mitglieder des Musikvereins Schemmerberg.

Wortgewandt moderierte Wolfgang Wanner durch den Abend. Amüsant waren seine Dialoge mit den Dirigenten und den Musikern vor und nach den Auftritten. Dirigenten und auch die Musiker waren manchmal etwas überrascht von den Fragen, die Wanner stellte. Vor der Bekanntgabe des Siegers meinte er: „Es gibt heute Abend eigentlich nur einen Gewinner: die Blasmusik“.

(Bericht von Gerhard Rundel Schwäbische Zeitung vom 30.10.2017)


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